Digitales Röntgen

Geringere Strahlenbelastung bei exzellenten Bildeigenschaften.

Digitales Röntgen ist aus einer modernen Zahnarztpraxis einfach nicht mehr wegzudenken.

 

Es erfordert in einer modernen Zahnarztpraxis einen erheblichen Aufwand an Hard- und Softwarekomponenten. Sie müssen miteinander kompatibel sein, stabil laufen und digitale Röntgenbilder zuverlässig speichern und wiederaufrufen.

Was ist digitales Röntgen

Im Vergleich zum herkömmlichen Röntgen werden beim digitalen Röntgen spezielle Speicherfolien belichtet, die anschließend von einem speziellen Lesegerät ausgelesen oder sofort im Computer verarbeitet werden.

Wie funktioniert digitales Röntgen

Das gewünschte Objekt wird eine kurze Zeit lang (beim intraoralen Einzelbild

ca 60 ms) mit einem Röntgentubus beleuchtet. Der Vorteil liegt in der deutlich erhöhten Licht- und Röntgenempfindlichkeit der Filmsensoren.

 

Die Röntgenstrahlen werden von einer Speicher- und Scannerfolie aufgenommen und sofort verarbeitet. Dabei bilden sich Knochenstrukturen, Zähne und andere Hartgewebestrukturen wie Kieferhöhle, Kiefergelenke und knöcherne Nase in exzellenter Detailwiedergabe ab. Weichgewebestrukturen werden entsprechend gut abgebildet.

 

Das Bild wird anschließend über digitale Bildformate abgespeichert und steht innerhalb weniger Sekunden sofort am Behandlungsplatz auf dem Computer zur Verfügung und wird mit dem Patienten besprochen.

Indikationen

  • Kariesdiagnostik (schon in sehr frühen Stadien)
  • im Rahmen einer Parodontitistherapie
  • vor, während und nach einer Wurzelbehandlung
  • Schmerzdiagnostik
  • Kiefergelenksdiagnostik
  • vor Zahnextraktion
  • im Rahmen einer Zahnersatzplanung
  • Diagnostik von Retention, Verlagerung oder Anlage von Zähnen

Vorteile

  • sehr kurze Verarbeitungszeit, damit sofortige Verfügbarkeit
  • deutliche Strahlenreduktion (Speicherfolien sind wesentlich empfindlicher und benötigen daher eine deutlich reduzierte Strahlendosis):
    • um bis zu 90% bei digitalen Einzelzahnfilmen
    • um bis zu 30% bei digitalen Orthopantomogramm (OPG-) Aufnahmen
    • Strahlenbelastung bei einer digitalen OPG-Aufnahme geringer als natürliche Strahlenbelastung in 11.000 m Höhe bei einem 30-minütigem Flug
  • Bildqualität ist deutlich höher (exaktere Widergabe von Knochen,-Zahn und Weichteilstrukturen)
  • manuelle Veränderung der Bildparameter (Kontrast, Schärfe, Inversfarben), damit genauere Diagnostik
  • einfache Speicherung und Weitergabe ensprechender Bilder an Weiter- und Mitbehandler
  • Röntgenentwicklerlösungen wie beim konventionellen Röntgen werden nicht mehr gebraucht und schonen die Umwelt
  • keine Bleifolien wie in konventionellen Röntgenfilmen
  • erhebliche Kosten- und Zeitersparnis 

Fernröntgen (FR)

Ein Fernröntgenbild (FR) ist eine seitliche Aufnahme des Schädels.

Diese wird außerhalb des Mundes aufgenommen.

 

Dies wird vor allem notwendig für die diagnostische Auswertung in der Kieferorthopädie. Hierbei werden viele verschiedene Winkel, Strecken und Bezugsebenen anhand des Bildes vermessen und ausgewertet.

Orthopantomogramm (OPG)

Ein OPG stellt eine Übersichtsaufnahme der beiden Kiefer zusammen mit allen Zähnen, Nasennebenhöhlen, Kiefergelenk und anderen Hart- und Weichgewebestrukturen dar. 

Sie wird ebenfalls außerhalb des Patientenmundes aufgenommen.

 

Hierbei fährt das Röntgengerät ein mal um den Patientenkopf herum, während dieser ruhig stehen bleiben und auf einen Aufbiss aufbeißen muss.

Einzelzahnfilm

Ein Einzelzahnfilm ist eine Aufnahme im Mund des Patienten.

 

Sehr oft wird die Paralleltechnik angewandt, bei der ein zusätzlicher Halter den Film in paralleler Haltung zum gewünschten Objekt hält.

 

Intraorale Bilder werden vor allem angewandt für die:

  • Schmerzdiagnostik
  • Wurzelbehandlung
  • Kariesdiagnostik
  • Abklärung lokaler Gegebenheiten 
  • vor Zahnextraktion

Wussten Sie, dass...

...im selben Jahr, in dem Conrad Röntgen die X-Strahlung entdeckte (1895), Sigmund Freud seine ersten Studien zur Hysterie veröffentlicht hat? Damit begann zeitgleich zur Durchleuchtung des Körpers auch die Durchleuchtung der Seele.

 

Aus Deutsche Röntgengesellschaft, Gesellschaft für medizinische Radiologie e.V.