Bleaching

Geben Sie Ihren Zähnen ihr strahlendes Lächeln zurück.

Bleaching, zu deutsch Bleichen, ist eine Methode, die momentane Zahnfarbe aufgrund ästhetischer oder kosmetischer Gründe auf ein gewünschtes Maß aufzuhellen.

Dabei ist oft das für den Patienten angestrebte Schönheitsideal maßgebend.

 

Vor einem Bleaching sollte eine PZR durchgeführt werden, um die eigentliche Zahnfarbe exakt bestimmen zu können und oberflächliche Auflagerungen zu entfernen, die das Bleachingmittel nicht durchdringen kann.

 

Ebenfalls sollte vorher eine genaue Untersuchung bei der Zahnärztin erfolgen, um Zahnstatus und Zahnfleisch zu kontrollieren. Karies, Parodontitis und Gingivitis sind vorläufige Kontraindikationen, welche unbedingt vor einer Zahnaufhellung behoben werden sollten.

Ursachen und Gründe für Zahnverfärbungen

Die individuelle Grundfarbe der Zähne (weißlich, gelblich oder gräulich) entsteht durch die spezielle Zusammensetzung, Struktur und dem jeweiligen Masseanteil der beteiligten Zahnsubstanzen Zahnschmelz außen, Dentin (Zahnbein) mittig und Pulpa (Zahnmark mit Nerven, Blut- und Lymphgefäßen) innen.

 

Je älter ein Mensch wird, umso dunkler werden die Zähne, da der Schmelz im Laufe der Nutzungszeit dünner wird (Abrasion, Erosion…) und damit der gelbliche Dentinkern, die Hauptkernmasse des Zahnes, zunehmend deutlicher hervortritt.

Dieser Prozess verläuft langsam, aber stet.

 

Zahnverfärbungen lagern sich diesem natürlichen Prozess auf und haben vielfältige Ursachen. Dabei wird zwischen äußeren, oberflächlich dem Zahn aufgelagerten Verfärbungen und inneren, in die Zahnhartsubstanz eindringende Verfärbungen, unterschieden.

 

Äußere Verfärbungen

Aufgelagerte Verfärbungen entstehen durch Plaque und Zahnstein, in die sich weitere farbgebende Stoffe aus Nahrungs- oder Genussmitteln einlagern können. Gute Beispiele dafür sind:

  • Fruchtsaftgetränke und Nektar
  • Schwarzer Tee
  • Kaffee
  • Rotwein und andere alkoholische Getränke
  • Nikotinkonsum (Zigarette, Zigarre, Pfeife)

 

Diese oberflächlichen Auflagerungen sind mit der häuslichen Mundhygiene unzureichend lösbar, aber von der Zahnärztin oder der Prophylaxehelferin sehr gut zu entfernen und sollten vor einem Bleaching durch eine PZR beseitigt werden.

 

Innere Verfärbungen

In die Zahnsubstanz eindringende Verfärbungen entstehen durch das Einlagern farbgebende Stoffe in den Zahnschmelz und das darunter liegende Dentin. Auch medizinische Gründe können zu inneren Zahnverfärbungen führen.

Beispiele hierfür sind:

  • Folgen von Zahnunfällen (Einbluten in Zahnhartsubstanz, Frontzahntrauma)
  • Karies
  • Wurzelbehandelte Zähne (Nachdunkelung des Zahnes)
  • Mangelernährung
  • Medikamente während der Schwangerschaft (Tetracyclin, Erythromycin, Metronidazol, Cefaclor und andere Antibiotika)
  • Hyperfluorosen (zu hohe Fluoridgaben während der Zahnentwicklung)

verschiedene Methoden des Bleaching

In-Office-Bleaching mit Gingivaschutz und Bleachinggel

Allen Methoden ist gleich, dass als Grundlage Substanzen mit Wasserstoffperoxid (H202) Verwendung finden. Diese dringen in den Zahn ein und spalten Sauerstoffradikale ab. Die Radikale sind dann in der Lage, Partikel der inneren Verfärbungen chemisch so zu verändern, dass sie farblich nicht mehr auffallen. Die Zähne wirken heller.

 

Wichtig ist, dass die Bleaching-Gele annähernd pH-neutral sind, da zu saure Gele den Zahn zusätzlich aufrauen. Dies führt später wieder zu einem schnelleren Verfärben.

 

Bemerkt der Patient ein Nachdunkeln, sollte ein Bleaching wiederholt werden. Folgesitzungen nach dem Erst-Bleaching sind im Allgemeinen substanzschonender.

 

Home Bleaching

Dies kann durch den Patienten zu Hause durchgeführt werden.

Nach Abformung des Ober- und Unterkiefer werden im zahntechnischen Labor individuell angefertigte Bleaching-Schienen hergestellt. Der Patient bekommt die Schienen und das Bleaching-Gel mit nach Hause.

Dabei gibt er das Gel in die speziellen Reservoirs der Schiene an jedem Zahn und setzt die Schienen für eine vorgeschriebene Zeit ein.

Im Allgemeinen besitzt das Gel eine Konzentration zwischen 10-20% Wasserstoffperoxid.

Je hartnäckiger die Verfärbungen oder je dunkler die Zähne, um so länger müssen die Schienen getragen werden oder umso öfter muss das Home Bleaching wiederholt werden.

 

In- Office-Bleaching

In-Office-Bleaching bedeutet, dass die Aufhellung der Zähne direkt in der Praxis durchgeführt wird.

Dabei werden Substanzen verwendet, die in ihrer Wasserstoffperoxidkonzentration deutlich über dem des Home Bleaching liegen.

Vor Behandlungsstart sollte eine Zahnreinigung durchgeführt werden. Anschließend wird das Zahnfleisch mit einem lichthärtenden Spezialgel abgedeckt, um Schädigungen zu vermeiden.

Das eigentliche Bleaching-Gel wird nun vom Behandler auf die Zähne aufgetragen und wirkt für eine entsprechende Zeit ein. Standardverfahren ist das Bleachen jeweils bis zum letzten kleinen Backenzahn, die großen Backenzähne werden ausgespart.

Je nach Hartnäckigkeit und Ausgangsfarbe dauert das Bleaching pro Kiefer zwischen 15 und 45 Minuten.

Im Allgemeinen muss ein erstmaliges Bleaching wiederholt werden, um ein dauerhaftes Ergebnis zu erreichen. Dies hält dann ein Jahr und länger, in Abhängigkeit von den individuellen Konsumgewohnheiten und einer regelmäßigen PZR zwischendurch.

 

Walking-Bleach-Methode

Hier wird ein devitaler, also abgestorbener, Zahn von innen aufgehellt, um ihn in die farbliche Nuance des Zahnbogens wieder einzugliedern.

Dies geschieht ebenfalls in der zahnärztlichen Praxis. Dabei wird die Füllung der Zahnkrone (die nach Fertigstellung der Wurzelkanalbehandlung durchgeführt wurde) wieder teilweise entfernt, damit die Höhle der ehemaligen Kronenpulpa (also der Teil des Zahnnerves, der in die Zahnkrone gereicht hat) wieder erreichbar wird.

Anschließend wird das Bleachinggel in den Zahn eingebracht und für eine Weile (in der Regel wenige Tage bis einige Wochen) provisorisch verschlossen. Danach erfolgt die Entfernung des Gels.

Entweder wird dieser Prozess wiederholt oder bei ausreichender Aufhellung kann die Füllung wieder randdicht hergestellt werden. Da das Peroxid nachwirkt, ist der Aufhellungsprozess, zeitlich verzögert, nicht sofort sichtbar. Daher wird in der Regel die Krone erneut provisorisch verschlossen.

Haltbarkeit des Bleaching

Zahnaufhellungen halten je nach individuellen Gewohnheiten verschieden lange an.

 

Wesentliche beeinflussende Faktoren sind:

  • Qualität und Frequenz der täglichen Mundhygiene
  • die Annahme des Peroxides durch das Zahngewebe
  • Konsumgewohnheiten (Rauchen, Kaffee, Tee…)
  • regelmäßig durchgeführte Zahnreinigungen

Mögliche Nebenwirkungen

  • Frisch gebleachte Zähne sind oft temperatur- und schmerzempfindlich. Dies ist normal und vergeht in der Regel nach wenigen Tagen wieder. 
  • Während des Bleachings können dem Zahn Mineralien entzogen werden (Demineralisiserung). Als Folge entstehen weißlich, opak glänzende Flecken auf den Zähnen, die durch den natürlichen Remineralisierungsprozess nach wenigen Tagen wieder verschwinden. Unterstützend können Protector-Gele eingesetzt werden. 
  • Gelangt Wasserstoffperoxid auf das Zahnfleisch oder die Schleimhäute, können Irritationen bis hin zu Verätzungen die Folge sein. Auch diese geben sich nach wenigen Tagen wieder, sollten aber schon während der Behandlung möglichst vermieden werden. 
  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Bleachinggel ist selten, jedoch nicht auszuschließen. 
  • Vor allem bereits wurzelbehandelte Zähne können durch das interne Bleaching spröde und damit bruchanfälliger werden.